Urbane Typologien. Städtebauliche Gebäudelehre, HafenCity Universität Hamburg 2024/25
Wie wird Typologie produktiv – in der Recherche, im Entwurf und in der Praxis urbaner Transformation? Und welchen Beitrag kann typologisches Denken zur sozialökologischen Transformation unserer Städte leisten?
Das Seminar verbindet zwei zentrale Werkzeuge der Praxis von Projektbüro, die Situations- und Kontextanalyse, mit einer Vorlesungsreihe zu nutzungsspezifischen Typen. Nach einer grundlegenden Einführung in das Motiv des Arbeitens mit der Typologie in der Stadtplanung startet das Seminar mit einer Ortsbegehung des nur unweit der Universität neu eröffneten Westfield Hamburg-Überseequartiers. Die ersten Eindrücke werden in Skizzen festgehalten und im Seminar diskutiert. Die Studierenden werden über den Seminarverlauf an das Arbeiten mit der Typologie im vollen Umfang der Komplexität des Urbanen herangeführt.
| Ort | Hamburg |
|---|---|
| Auftraggeber:in | HafenCity Universität Hamburg |
| Kooperationspartner:in | |
| Zeitraum | 2024 – 2025 |
| Status | Abgeschlossen |
| Kategorie | Lehre |

Das Seminar führt Studierende in die Arbeit mit Typologie als Wissens- und Entwurfswerkzeug ein. Ausgangspunkt ist eine konkrete Situation vor Ort, die über Analyse, Beobachtung und räumliche Interpretation erschlossen wird. Typologie dient dabei nicht als formale Kategorie, sondern als Instrument, um Zusammenhänge zwischen gebauter Struktur, Nutzung, Alltagspraxis und gesellschaftlichen Bedingungen zu verstehen und gestalterisch weiterzuentwickeln.
Einführende Veranstaltungen vermitteln die Grundlagen typologischen Arbeitens in Architektur, Planung und Urban Design. Zentrale Texte, Projekte sowie Positionen aus Praxis und Wissenschaft werden diskutiert und als methodische Basis nutzbar gemacht. So erwerben die Studierenden Perspektiven, Methoden und theoretische Werkzeuge, die sowohl die Arbeit im Feld als auch die Entwurfsarbeit im Studio strukturieren. Anlass und Ort der ersten kollektiven Übung zu Beobachtung und Kartierung ist die Neueröffnung eines neuen Einkaufscenters in der HafenCity Hamburg nur wenige Meter vom Universitätsstandort entfernt.
Die Studierenden arbeiten in Zweiergruppen an der Situations- und Kontextanalyse eines ausgewählten Standorts. Beobachtungen, Kartierungen, Zeichnungen und weitere Formen der Dokumentation werden in regelmäßigen Kolloquien zusammengeführt und gemeinsam reflektiert. Das Seminar versteht diese kollektive Auswertung als wesentlichen Bestandteil des Lernprozesses.
Ziel ist es, die notwendigen Übersetzungsleistungen zwischen gelebtem Alltag und professioneller Praxis in Architektur, Planung und Urban Design zu schärfen. Entwerfen wird dabei als eine Tätigkeit verstanden, die eng an den tatsächlichen Gebrauch der Stadt und an reale Transformationsprozesse rückgebunden ist.
Aufbauend auf den Grundlagen zeigen begleitende Vorträge, wie Typologie innerhalb dieser Übersetzungsprozesse konkret produktiv wird – als analytisches Instrument, als Entwurfsstrategie und als Brücke zwischen Bestand, Nutzung und Transformation.




