Vortrag: Extra Räume zum Wohnen, Fachgebiet Urban Transformations, Uni Kassel
Soziales, politisches und kulturelles Miteinander ist in Quartieren nicht selbstverständlich. Es setzt nämlich Orte außerhalb des privaten Wohnraums voraus, an denen sich unterschiedliche soziale Gruppen einer Nachbarschaft begegnen, bei gemeinsamen Tätigkeiten kennenlernen und längerfristig aktiv werden können. In einem ersten Schritt ist das in wenigen Monaten im Laden 4 in der Reimerstwiete 3 in der Hamburger Altstadt mit unterschiedlichen, im Programm „Verborgene Potenziale Innenstadt“ geförderten Testnutzungen geglückt.
Aber wie könnte es weitergehen? Der temporäre Impuls hat bei Bewohnenden den Wunsch nach Fortsetzung geweckt. Einige Aktivitäten nahmen sie bereits selbst finanziert in die Hand: Das Spektrum reicht von unterschiedlichen Feiern, über ein wöchentliches Sportangebot bis zu regelmäßigen Raumnutzungen durch aktive Gruppen im Quartier. Eine längerfristig stabile Eigenregie bedarf jedoch noch organisatorischer und fachlicher Unterstützung. Dafür steht eine begrenzte weitere Förderung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Aussicht. Sie möchte nämlich herausfinden, unter welchen Voraussetzungen solche in Neubauquartieren bereits etablierten Gemeinschaftsräume auch im Wohnungsbestand Nachbarschaften aktivieren, friedliches und demokratisches Miteinander im Alltag fördern und dadurch zur Belebung von Quartieren beitragen können.
Arbeitsgemeinschaft Prototyp Wohnen: Prof. Dr. Ingrid Breckner, Altstadt für Alle! e.V. und Dominique Peck, projektbüro
Laden 4 ist ein Projekt von projektbüro, Altstadt für Alle! e.V. und dem ArchitekturSalon. Das Vorhaben ist Teil des Programms „Verborgene Potenziale Innenstadt“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert.
9.12.25, 17 Uhr, Uni Kassel
